Montag, 10. Oktober 2011 – BR – 22:30h
Die Regentschaft Ludwigs II. von Bayern war geprägt von Gängeleien von seiten des Parlaments und seiner Minister. Von dem politischen Alltag zermürbt, wandte sich der schwärmerische König dem Ideal des absoluten Königtums Ludwigs XIV. zu. In den Schlössern Linderhof und Herrenchiemsee, setzte er diesem Ideal architektonische Denkmähler.
Als Ludwig II. im Jahr 1874 Schloss Versailles selbst in Augenschein nehmen konnte, war er entsetzt davon, dass die Öffentlichkeit Zugang zu der Örtlichkeit erhalten hatte, und die heiligen Hallen so entweihte. Um Schloss Herrenchiemsee, seiner Version von Versailles diese Schmach zu ersparen, baute er das Schloss versteckt auf einer Inseln, um so ungestört von anderen Menschen seinem Traum vom Absolutismus nachzuhängen. Nach seinem Tod wurde das Schloss allerdings als eines der ersten der Öfffentlichkeit zugänglich gemacht. 2011 fand darin die Landesaustellung "Götterdämmerung" zum Leben Ludwigs statt.Informationen zur Sendung ard.de
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