Im Götterhimmel des alten Ägyptens fanden sich die Tiere wieder, die die Menschen aus ihrer Umwelt kannten. Im Apis-Kult wurde sogar ein lebender Stier als Inkarnation des Gottes verehrt und nach seinem Tod aufwändig mumifiziert. Bei Ausgrabungen bei Tuna el-Gebel wurden aber auch Mumien kleinerer Tiere, wie Ibisse, Paviane oder Falken gefunden.
Für die Tiere bedeutete die Verehrung aber keineswegs, dass sie dadurch auch gut gehalten wurden. So wurde der Apis Stier rituell im Nil ertränkt. Ein verehrter Affe wurde in einer dunklen Tempelnische ohne Licht und ausreichende Nahrung gehalten. Und auch bei den vielen anderen Tiermumien stellt sich die Frage nach der Todesursache.


