Als Beweis für Ihre Ansichten führen die Pastafarians ins Feld, dass Somalia als Land sowohl die höchste Piratendichte, als auch den geringsten CO2-Ausstoss weltweit aufweist. Piraten seinen im Rückschluss also das geeignete Mittel, um den Klimawandel aufzuhalten. Dieser vermeintliche wissenschaftliche Ansatz verweist auf den Ursprung des Pastafarianismus als Reaktion auf die Theorien der Kreationisten.
Um deren Ansätze als unwissenschaftlich zu offenbaren, stellte der Autor Bobby Henderson 2005 die Theorie auf, die Evolution habe nicht stattgefunden. Die Welt sei vielmehr von einem fliegenden Spaghettimonster erschaffen worden. Den christlichen Slogan, „What would Jesus do", der als Leitlinie im Leben dienen soll, wurde im Pastafarianismus umgewandelt zu, „What would a Pirate do".
Im deutschsprachigen Raum wurde der Pastafarianismus vor allem im Juli 2011 bekannt. Der österreichische Atheist Niko Alm hatte erfahren, dass man aus Glaubensgründen auf dem Foto im Führerschein eine Kopfbedeckung tragen darf. Als Pastafarian ließ er sich mit einem Nudelsieb ablichten. Von der Dienststelle bekam er daraufhin erst einmal einen Termin beim Amtsarzt, weil man an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifelte. Schließlich wurde das Nudelsieb als Ausdruck seiner Religion tatsächlich akzeptiert.
Hätten die Behörden sich näher mit dem Pastafarianismus auseinandergesetzt, hätte ihnen das Sieb immerhin verdächtig erscheinen müssen. Schließlich forderte das Spaghettimonster zwar die Verkleidung als Pirat, nach der bisherigen Geschichtsforschung ist von Nudelsieben als Kopfschmuck von Piraten aber bisher nichts bekannt.


